Waitomo

Auf dem Weg von New Plymouth nach Taupo haben wir einen Zwischenstopp für zwei Höhlenbesichtigungen gemacht. Die Waitomo-Region ist eine Karstlandschaft und tatsächlich erinnerten mich die Höhlen direkt an die schwäbische Alb. 
Waitomo ist ein Maori-Wort, das sich aus „fließendes Wasser“ und „Loch“ zusammensetzt. Die ganze Region ist löchrig wie ein Schweizer Käse, es gibt unzählige Höhlen, durchzogen von Wasserwegen. 

Ruakuri Höhle

Wir haben zunächst die Ruakuri Höhle besichtigt, dort durften wir auch Fotos machen. Ein Höhleneingang diente den Maori als Begräbnisstätte. Sie glaubten, die Höhle sei der Weg zur spirituellen Welt. Die Höhlen waren vor 30 mio Jahren noch Meeresboden, daher findet man in ihnen noch Fossilien von Korallen, Venusmuschlen und Austern und später auch Knochen von wahrscheinlich aus versehen abgestürzten Tieren wie Ziegen, aber auch den ausgestorbenen Moas. Durch Plattenverschiebungen wurde der Meeresboden angehoben und die Höhlen entstanden durch Auswaschung. 

Erstmal gings im Kreis bergab.

Gloworms (Cave)

In der bekanntesten Höhle der Region, der Waitomo Gloworms Höhle, durften wir nicht fotografieren, aber wir haben zum Glück auch in der anderen Höhle welche gesehen. Die Glüwürmchen sind eigentlich Larven, sie sind ca. 5 cm lang und leuchten in der Mitte. Dies dient als Lockmittel zur Jagt auf Falter und andere Insekten. Sie lassen klebrige Spuckefäden hängen, in denen sich die Opfer dann verfangen. Die Glühwürmchen sehen ein bisschen aus wie Sternenbilder, oder?