Milford Sound & Route

Teil eines UNESCO Weltnaturerbes und das berühmteste Touristenziel in Neuseeland - ich war mir sehr unsicher, ob wir uns das antun sollten. Aber wir waren in der Gegend, hatten nichts besseres zu tun und die Wettervorhersage war ganz gut – also machten wir uns frühmorgens auf, berühmte Milford Strecke zu fahren und uns den Fjord anzusehen. 

Es regnet im Milford Sound an ca. 200 Tagen im Jahr und die Regenmassen werden hier angeblich in Metern statt Millimetern (im Schnitt ca. 7m pro Jahr!) gemessen. 
Der Sound, der eigentlich ein Fjord ist, ist ein Überbleibsel von Gondwanaland und die tiefen Täler sind von Gletschern und Eiszeiten geformt. Besonders bei Regen und kurz danach bilden sich viele Wasserfälle, die die Felsen im Sound bereichern und zu einem Mix aus Süßwasser (schwimmt oben) und Salzwasser (mischt sich nicht mit dem süßen) im Fjord führen.

Auf Foto sind die Eindrücke eigentlich nicht einzufangen. Es war eine sehr schöne Schifffahrt durch den Fjord. Da die Felsen steil (bis zu 1.700 m hoch) und tief auch unter Wasser (bis zu 400m tief) reichen, konnten wir sehr nah an die Felsen und Wasserfälle heranfahren und die Felsen und Wasserfälle sorgten für viele schöne Perspektiven.

Milford Route

Langezeit war der Milford Sound über den Landweg nicht oder nur mit Mühen zu erreichen. Die Maori kannten Wege, später wurde daraus der berühmte Milford Track. Seit 1954 gibt es eine Straße inklusive eines einspurigen, aus dem Fels gehaunenen Tunnels, die besonders nach dem Pass von Te Anau kommend spektakulär wird und die Vorfreude und Spannung auf den Sound erhöht.

Milford Sound

Die Felsen sind vor allem aus Gneis, aber auch Diorit und Granit. Auf den steilen Hängen können Bäume nicht auf Erde hoffen. Nur durch die vielen Moose und mit Hilfe der Risse in den Felsen bilden sie ein Wurzelgeflecht, das ihnen halt gibt. 

Neuseeländische Seebären sonnen sich hier häufig

Hier kann an die Geltscherformung gut sehen

Hier sei besonders: Es sind 4 (?) Stufen der Entwicklung von Gletscher / Eiszeit bis zum heutigen Wald zu sehen

Man beachte das Boot rechts für die Größenverhältnisse