3 Tägige Wander- und Kajaktour durch den Abel Tasman Nationalpark

Goldene Sandstrände, Ebbe und Flut mit watt-ähnlichen Landschaften und eine reichhaltige Vogel-, Wald- und Wasserwelt hat der Abel Tasman Nationalpark an der Nordküste der Südinsel zu bieten. 

Nationalpark wurde er nur, weil in der Region die Schafzucht auf den damals gerodeten Hängen nicht einträglich genug war. Nun wird versucht, eine möglichst ursprüngliche Biodiversität wieder herzustellen. Pinien werden vergiftet, weil sie lokale Bäume verdrängen. Wie überall sollen Fallen aus Holz Ratten und Possums fangen, da sie Nester räubern und die teils flugunfähigen Vögel jagen. So langsam kommen auch Algen und Krebse zurück. Allerdings leidet das Meer immer noch unter der Überfischung der vergangenen Jahre. Das Wasser ist glasklar, und wir waren einmal mehr beeindruckt von der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt.

Totaranui 

Am ersten Tag wanderten wir in der nördlichen Spitze des Parks, bei Totaranui, und bestaunten v.a. die Wälder und Flechten und die Aussicht auf die besonders goldenen Sandstrände. Wir sahen unsere ersten Wekas, noch ganz scheu – auf Campingplätzen später allerdings waren sie ganz anders drauf: sie hatten gelernt, ziemlich geschickt das Essen der Touris zu stibitzen.

Awaroa, Onetahuti und Anchorage

In Awaroa kamen wir in den Genuss einer schönen Glamping Übernachtung mit großartiger Aussicht, nach einer kurzen Wanderung am nächsten Morgen nach Onetahuti ging es dann mit dem Kajak an der Küste entlang nach Anchorage. Wir sahen einen Leopard-Seelöwen (eigentlich um diese Zeit in der Antarktis), Neuseeländische Seelöwen, die bis zu 30-40 min unter Wasser bleiben können, und noch allerlei Vogelartiges.

Dieser herzige Geselle wurde kurz nach unseren Fotos von einer Möwe verspeist. Ein Schnapp, und weg war er.

Ob wir die Möwe auf das Kerlchen aufmerksam gemacht haben? I hope not…

Neuseeländische Seelöwen

Die Jungs der Art sind aktuell auf Brautschau. Ein jeder hat seine Hood, also so ca. 10m Steinstrandabschnitt, bei Revierkämpfen kann es auch mal ungemütlich zugehen. 20m Mindestabstand wart uns jedenfalls empfohlen. Jeder Löwe, der was auf sich hält, versucht so viele Damen zu begatten, wie so geht. Die Mädels halten sich mit ihren Jungtieren das ganze Jahr im Abel Tasman auf, die Herren geben sich nur im Sommer die Ehre. Gegessen wird am liebsten Squid. 

Seeleopard

Der Seeleopard hat eigentlich in Neuseeland nix zu suchen, er ist das zweitgrößte Säugetier der Antarktis. Mit ca. 3m länge war er schon ziemlich beeindruckend und wir hielten respektvoll Abstand, auch wenn er sehr gechillt im Sand lag.

Kajakfahren ging super, mit einer Gruppe und gutem Guide bei besten Bedingungen hat es viel Spaß gemacht. Andreas hat hinten das Ruder übernommen und ich hab mich auf, naja, bissi mitpaddeln und  Fotos machen konzentriert :-D


Vögel

Kormorane, Austernfischer, Reiher und Vögel, von denen wir noch nie gehört haben, begleiteten uns durch den Park. Beim Zelten hört man unglaublich viele Melodien und Rufe. Meine persönlichen Favoriten sind die rotschnabeligen Austernfischer: Mit ihren lila Beinen und immer zu zweit unterwegs sind sie irgendwie putzig. Allerdings nicht, wenn man ihren Kleinen zu nahe kommt. Da haben sie uns einmal ordentlich attakiert…

Mit Bildern vom schönen Strand in Anchorage (unten), einer kleinem kleinen Wasserfall in Onetahuti (unten) und dem weiß blühenden Manuka (oben), geht der Foto-Spam zum Abel Tasman zu Ende. In Neuseeland wird der Manuka-Honig in hochkonzentrierter Form sogar ärztlich verschrieben, weil er u.a. antiseptische und antientzündliche Wirkung hat.